Ratgeber Nephroblastom

Informationen für Betroffene und Angehörige

Diagnose von Nephroblastomen (Wilmstumoren)

Zu Beginn der Wilmstumor-Erkrankung zeigen die Betroffenen häufig keine besonderen Symptome. Geht der Krebs jedoch mit anderen Syndromen einher (z. B. WAGR-Syndrom oder Denys-Drash-Syndrom), so deuten die spezifischen Symptome darauf hin, dass möglicherweise aufgrund der genetischen Konstitution auch ein Nephroblastom vorliegen könnte. Dies sollte dann überprüft werden.

Häufig haben jedoch die von Wilmstumoren betroffenen Kinder über einen längeren Zeitraum keine Symptome und der Tumor wird bei einer anderweitig veranlassten Untersuchung entdeckt. So kann der Arzt im Rahmen einer körperlichen Untersuchung beim Abtasten des Bauches z. B. Verhärtungen bzw. Vorwölbungen ertasten, die dann weiterer Abklärung bedürfen und sich später als Nephroblastom (Wilmstumor) erweisen können.

Erst zu einem relativ späten Zeitpunkt stellt man z. B. eine ungewöhnliche Vergrößerung des Bauchumfangs fest sowie Beschwerden wie Bauchschmerzen, Fieber, Verstopfung, Gewichtsverlust etc., z. T. auch Blut im Urin. Diese sind dann nach eingehender körperlicher Untersuchung durch weitere, bildgebende Untersuchungsverfahren wie etwa Ultraschall, Computertomographie (CT) oder z. B. Magnetresonanztomographie abzuklären.

Zudem wird bei Krebsverdacht häufig auch eine Röntgenuntersuchung der Lunge durchgeführt, um eventuell bereits bestehende Metastasen zu diagnostizieren. Darüber hinaus wird bei Verdacht auf einen Nierentumor die Nierenfunktion mithilfe der sog. Kreatinin-Clearance (Maß für die Leistung der Niere) überprüft und ggf. eine sog. Nierenfunktionsszintigraphie (Szintigraphie = nuklearmedizinisches bildgebendes Diagnoseverfahren) angewandt. Spezifische Tumormarker für das Nephroblastom (Wilmstumor), mit deren Hilfe eine Diagnosestellung untermauert werden könnte, sind leider derzeit noch nicht bekannt.

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