Ratgeber Nephroblastom

Informationen für Betroffene und Angehörige

Therapie von Nephroblastomen (Wilmstumoren)

Generell werden Nephroblastome mit systemischer Chemotherapie , Operation (Tumornephrektomie; partielle Nephrektomie: Tumor wird zusammen mit einem Teil des umliegenden Nierengewebes entfernt; einfache Nephrektomie: ganze Niere wird entfernt; radikale Nephrektomie: ganze Niere wird mit umliegendem Gewebe, Lymphknoten etc. entfernt) und ggf. Strahlentherapie behandelt.

Zunächst einmal ist es jedoch erforderlich, die Diagnosestellung zu spezifizieren und eine feingewebliche Bestimmung des Nephroblastoms sowie eine Stadienzuordnung (Staging) des Tumors vorzunehmen. Dementsprechend geben die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie im Rahmen ihrer Leitlinien Empfehlungen zu Maßnahmen nach dem aktuellen wissenschaftlichen Stand (AWMF-Leitlinie zur Therapie des Nephroblastoms). Bei der Wahl der Therapie spielt natürlich auch eine wichtige Rolle, wie alt das Kind ist und in welchem allgemeinen körperlichen Zustand es sich befindet.

Zumeist wird zur Therapie des Nephroblastoms eine Kombination der o. g. Therapieformen angewandt. I. d. R. startet die Therapie mit einer Chemotherapie, mit deren Hilfe man versucht, den Tumor präoperativ zu verkleinern. Anschließend erfolgt die operative Entfernung des Tumorgewebes. Eine darauffolgende Radiotherapie ist häufig nicht unbedingt erforderlich.

In der Regel reichen bei Kindern mit einer günstigen Histologie Operation und Chemotherapie zur Behandlung aus. Liegt hingegen z. B. ein Klarzellsarkom oder ein Rhabdomyosarkom der Niere vor, ist es wahrscheinlich, dass neben der Operation sowohl Chemo- als auch Strahlentherapie zum Einsatz kommen.

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